
Mit Barrierefreiheit Türen öffnen:
Für eine Gastronomie, die alle willkommen heißt

Barrieren im Gastgewerbe
Bei dem Gedanken an typische Barrieren fallen dir vielleicht als Erstes physische Barrieren ein: Treppen anstatt Rampen, enge Flure und Hotelzimmer, zu nah platzierte oder zu niedrige Tische, die die Mobilität mit einem Rollstuhl erschweren. Neben diesen räumlichen Barrieren begegnen Fuchs auch soziale Barrieren. Mitarbeitende haben oft Berührungsängste und behandeln Menschen mit Behinderungen nicht wie Erwachsene. Stattdessen reden sie mit ihnen wie mit Kindern oder sprechen sie überhaupt nicht an, sondern nur ihre Begleitpersonen.
Ein großer Gewinn:
"Berechnet man pro eingeschränkten Gast in der Gastronomie noch 1-2 begleitende Personen hinzu, kommt man auf rund 4,5-6 Millionen Menschen, die potentielle Gäste im eigenen Betrieb sein könnten. Berechnet man durchschnittlich pro Person 30 € Umsatz pro Besuch, hat man 90 € mehr Gewinn erzielt - und dies nur, weil man die Zielgruppe der körperlich eingeschränkten Personen miteinbezogen hat.", so Herr Fuchs.

Die Beratung
Möchte ein Hotel oder Restaurant die Dienste der Beratung in Anspruch nehmen, kann es über seine Website Kontakt zu ihm aufnehmen (Link unten). Es kann z.B. vereinbart werden, eine anonyme Besichtigung vorzunehmen. Dabei wird Herr Fuchs als regulärer Gast bei der Buchung vermerkt, sodass sich Mitarbeitende nicht explizit vorbereiten können und unbewusst agieren. Im Rahmen des Aufenthalts prüft er mit professionellem Know-how und persönlicher Perspektive die Zugänglichkeiten und Herausforderungen im Betrieb.
Mit einer Spezialisierung auf physische Lösungen für Barrieren berät er anschließend die Verantwortlichen im Betrieb. Da bauliche Veränderungen nicht immer schnell umsetzbar sind, rät er häufig, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die bestmögliche Veränderung zu erzielen, indem beispielsweise mobile Rampen eingesetzt werden.
Berufliche Inklusion
Gleichzeitig eröffnet sich durch die Beratung auch die Perspektive, den Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung zu öffnen. Während viele Betriebe mit einem Personalmangel zu kämpfen haben, wird eine Vielzahl von Menschen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. „Menschen mit Behinderung arbeiten zwar manchmal langsamer, oft aber genauso gut, wenn nicht sogar besser, als Menschen ohne Behinderung“, so Herr Fuchs. In der Inklusion im Joballtag liegen seiner Meinung nach viele ungenutzte Potenziale.
Für eine gemeinsame Zukunft
Mit Blick auf die Zukunft wünscht sich Herr Fuchs vor allem Offenheit in Bezug auf Inklusion und Barrierefreiheit. Ein barrierearmes Umfeld macht es Menschen mit Einschränkungen deutlich leichter, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Laut offiziellen Zahlen haben acht bis zehn Millionen Menschen in Deutschland eine Behinderung. Diese Menschen haben den Wunsch und das Recht, zu reisen und die Gastronomie zu besuchen. Laut Fuchs entgeht den Gastronom*innen dadurch eine riesige Zielgruppe, da Menschen mit körperlichen Einschränkungen nie alleine unterwegs sind, sondern immer mindestens zu zweit oder zu dritt sind.
Wer auf Barrierefreiheit achtet, erschließt sich diese Kundengruppe und öffnet seine Türen weit genug für alle.
